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Defibrillator

(= ICD = Implantierbarer Cardioverter / Defibrillator) und biventrikuläre Stimulation

Ein Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Behandlung lebensgefährlicher schneller Rhythmusstörungen mit einem implantierbaren Defibrillator. Heute wartet man nicht mehr ab bis der Patient ein lebensgefährliches Ereignis hatte, sondern man versucht schon prophylaktisch tätig zu sein. Ein implantierbarer Defibrillator sieht wie ein etwas zu großer Schrittmacher aus und er wird auch so wie dieser eingebaut, siehe auch folgende Animation: ICD_ani.

In den letzten Jahren wurden im Durchschnitt etwas mehr als 100 Defibrillatoren in Zusammenarbeit mit der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie implantiert.

Für weitere Informationen siehe auch unter ICD-Ambulanz.

 

Defibrillator

Besonders wichtig ist, dass man in vielen Fällen die prophylaktische Behandlung bösartiger Rhythmusstörungen mit einer elektrischen Therapie der Herzmuskelschwäche kombinieren kann.Häufig haben Patienten mit Herzmuskelschwäche auch eine Störung der elektrischen Leitung in der linken Herzkammer. Das verschlimmert die Beschwerden der Patienten. Durch vorzeitige Stimulation der linken Herzkammer kann das verhindert werden (s. auch folgendes Bild).

Dazu ist es notwendig, dass über eine Herzvene eine Elektrode (auf der Zeichnung mit x gekennzeichnet) in den Bereich über der linken Herzkammer geschoben wird. Da wie in einem gewöhnlichen Schrittmacher auch noch der Herzvorhof und die rechte Herzkammer stimuliert werden (s. Zeichnung), spricht man auch von einer 3-Kammerstimulation.


Eine andere Bezeichnung für diese Therapieform heißt „biventrikuläre Stimulation“, die zum Ausdruck bringt, dass sowohl die rechte als auch die linke Hauptkammer des Herzens stimuliert werden.