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Aortenklappensprechstunde

Zentrum Innere Medizin                       Anmeldung:
Haus A3, Ebene -2                                 Kardio-Hotline
                                                                    
 

Verantwortlich:                                    Sprechstunde:
PD Dr. P. Nordbeck
                                Dienstagvormittag
Dr. S. Herrmann                                       nach Vereinbarung


Bei beiden Methoden wird ein Katheter bis zur Aortenklappe vorgeschoben:

Beim transfemoralen Zugang über den Aortenbogen bis in die linke Herzkammer.
Beim transapikalen Zugang wird die Herzspitze freigelegt und der Katheter direkt bis in die Hauptschlagader Aorta vorgeschoben.

Anschließend wird mit einem Ballon an der Katheterspitze die defekte Herzklappe aufgedehnt (Ballondilatation) und dann eine Gefäßprothese mit integrierter Herzklappe (Herzklappenstent) unter  Ultraschall- und Röntgenkontrolle präzise positioniert. Abschließend wird die Prothese aufgedehnt und ersetzt die alte Klappe, diese wird dadurch in die Wand der Hauptschlagader (Aorta) gepresst.

TAVI über transapikalen Zugangsweg

TAVI über transfemoralen Zugangsweg

Großansicht der Aortenklappenprothese

Katheter mit zusammengefalteter Aortenklappenprothese (links) und entfaltetem Ballon und Prothese (rechts)

Großansicht der Katheterspitze mit enfaltetem Ballon und Prothese

Großansicht der entfalteten Aortenklappenprothese nach Implantation

Herz mit entfalteter Aortenklappenprothese nach Implantation

Bisher wurden in Würzburg seit 2009 ca. 200 solcher Herzklappenimplantationen vorgenommen. Pro Jahr werden somit ca. 50-70 Implantationen durchgeführt. Die Prozedur findet gewöhnlich immer an einem Donnerstag (einmal pro Woche) statt.

Die Patienten werden häufig über niedergelassene kardiologische Kollegen unserer Herzklappensprechstunde bei Herrn Prof. Weidemann (jeden Dienstag) vorgestellt. Die Patienten und deren Angehörige werden dort über dieses Verfahren initial aufgeklärt.

Anschließend wird in einem Untersuchungsprogramm von ca. 5 Tagen durch mehrere vorbereitende Untersuchungen (CT, Herzultraschall und Herzkatheter) die technische Durchführbarkeit sowie die Indikation zu diesem Verfahren streng geprüft. Anschließend findet eine Besprechung mit unserem „Herz-Team“ bestehend aus einer Konferenz zwischen Kardiologen und Herzchirurgen statt. Hierbei werden nochmals alle erhobenen Befunde und Messdaten kontrolliert sowie die Indikation geprüft. Anschließend wird eine gemeinschaftliche Entscheidung für eine herkömmliche OP bzw. für eine TAVI getroffen.

Die Intervention findet immer in einem OP mit speziellen technischen Geräten für diesen Eingriff statt (sog. Hyprid OP). Die Implantationen werden in Vollnarkose von spezialisierten Narkoseärzten  mit einer Dauer von ca. 80-180 min durchgeführt.

Anschließend werden die Patienten zur weiteren Überwachung für ca. 2-4 Tage auf unsere Intensivstation verlegt. Nach weiteren 3-4 Tagen werden die Patienten wieder nach Hause bzw. auf Wunsch zu einer Anschlussheilbehandlung (REHA) entlassen.