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Rhythmusambulanz

Zentrum Innere Medizin                      Sprechstunde:
Haus A3 Ebene -2                                 Donnerstagvormittag    

Verantwortlich:                                    Anmeldung:
Prof. Dr. Dr. Dipl. Phys. W. Bauer        Tel.: 0931-201-39002
Prof. Dr. P. Nordbeck                            

Rhythmusstörungen (allgemein)

Rhythmusstörungen (allgemein)

Damit das Herz überhaupt schlägt, besitzt es spezielle Zellen, welche die Erregung erzeugen und weiterleiten. Die Erregung startet im Sinusknoten, wird dann über die Vorhöfe weitergeleitet, gelangt schließlich zum AV Knoten und Hisbündel, wo sie über die Kammerschenkel und Purkinjefasern in die Herzkammer geleitet wird.

Vereinfacht gibt es zu langsame und zu schnelle Rhythmusstörungen. So kann eine Störung des Sinusknotens oder AV Knotens den Herzschlag verlangsamen und so Leistungsschwäche, Schwindel und schlimmstenfalls Bewusstlosigkeit hervorrufen.

Schnelle Rhythmusstörungen entstehen z.B. durch Muskelzellen, die „aus der Reihe tanzen“ und so Extraschläge im Herzen hervorrufen. Andere Ursachen für schnelle Rhythmusstörungen sind zusätzliche Leitungsbahnen oder Veränderungen im Herzmuskelgewebe nach / bei Krankheiten wie Herzinfarkt, Herzmuskelentzündung und Herzmuskelschwäche. Als Patient verspürt man die schnellen Rhythmusstörungen häufig als Herzklopfen / -stolpern oder Herzrasen. Besonders gefährlich sind die Herzkammerrhythmusstörungen, die bei Herzmuskelschwäche entstehen. Diese können zu Bewusstlosigkeit und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. Auf jeden Fall sollten Herzrhythmusstörungen klar diagnostiziert werden, um harmlose von gefährlichen zu unterscheiden und ggf. eine entsprechende Therapie zu beginnen.