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Arbeitsgruppe Echokardiograpie

Die wissenschaftliche Echokardiographie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Quantifizierung der Herzfunktion. Hierfür wird die Gewebe-Doppler-Methode verwendet, mit welcher man sehr genau die Bewegung (Tissue-Doppler-Imaging) und die Deformation (Strain-Rate-Imaging) in allen Segmenten des linken und rechten Herzens messen kann. Zudem werden neue Methoden wie 3D Echokardiographie sowie 3D Volumen und Deformationsanalysen an unterschiedlichen Erkrankungen evaluiert und in Folge an grösseren Kollektiven für den klinischen Alltag getestet. Diese Methoden werden dann mit den Erkenntnissen aus genetischen Tests, Herzmuskelbiopsien und der Kernspintomographie kombiniert, um pathophysiologische und therapeutische Effekte zu untersuchen. Diese Methoden eigen sich, um möglichst frühzeitig Herzmuskelerkrankungen zu detektieren bevor ein eindeutig sichtbarer Schaden am Herzen aufgetreten ist. Es werden nahezu alle Projekte multidisziplinär in Kooperation mit unseren Kollegen der Herz-Thoraxchirurgie, Pulmonologie, Radiologie, Nuklearmedizin und Pharmakologie durchgeführt. Hierbei werden u.a. auch translationale Projekte d.h. die Verknüpfung zwischen klinischen und grundlagenwissenschaftlichen Fragestellungen in guter Kooperation gemeinsam durchgeführt.

Im Einzelnen werden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  • Welche Patienten profitieren bezüglich der Herzfunktion bei einer hochgradigen Aortenklappenstenose am meisten von einer Aortenklappenersatzoperation?
  • Gibt es grundlegende unterschiedliche Krankheitsentitäten der Aortenklappenstenose? Wie kommt es eigentlich dazu? Gibt es neue Therapieansätze?
  • Welche Zusatz Information und therapeutische Konsequenz ergeben sich aus dynamischen Untersuchungen  bei Patienten mit Herzklappenerkrankungen?
  • Neue Quantifizierungsmöglichkeiten mittels 3D Echokardiographie einer Mitralklappeninsuffizienz / Aortenklappeninsuffizienz  vor und nach KLappenreperatur (Mitralklappenclip-Prozedur / kathetergestützter Aortenklappenersatz) ?
  • Inwiefern begünstigt der MItraclip das Reverse Remodelling   der Herzinsuffizienz?  Responder vs Non-Responder
  • Verhalten der transvalvulären Gradienten und der dynamischen Komponente der  Mitralinsuffizienz nach Mitraclip unter ergometrischem Stress.
  • Welche Mechanismen der Herzmuskelverdickungen gibt es und wie kann man sie therapeutisch angehen?
  • Wie entwickelt sich bei Patienten mit Bluthochdruck die Herzfunktionsstörung?
  • Welchen Einfluss hat die Enzymersatz-Therapie auf die Herzfunktion bei Patienten mit Morbus Fabry?
  • Welchen Einfluss hat die Idebenone-Therapie auf die Herzfunktion bei Patienten mit Friedreich Ataxie?
  • Gibt es Möglichkeiten  mit der Echokardiographie eine Herzbeteiligung bei einer Sarkoidose festzustellen?
  • Wie verhalten sich die 2-bzw. 3-dimensionalen Speckle Tracking Parameter im Vergleich zum konventionellen Doppler Strain /Strain rate?
  • Ist 2D-3D Speckle Tracking bereit für den Alltag? Klinische Evaluation an 600 Patienten mit Aortenklappenstenose