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Internistische Intensiv- und Überwachungsstation – M51

Die Station ist für die schwer kranken Patienten verantwortlich, die einer intensiven ärztlichen und pflegerischen Betreuung bedürfen. Dies sind z.B. Patienten mit Herzinfarkt, einer schweren Lungenentzündung oder einer Sepsis („Blutvergiftung“), die beatmet werden müssen, ferner Patienten mit Lungenembolie, schweren Vergiftungen oder akuten Blutungen, z.B. aus Magen- und Darmgeschwüren.

Wir verfügen über insgesamt 24 Betten in speziellen Ein- und Zweibettzimmern. 16 Beatmungsplätze stehen unseren Patienten zur Verfügung und die Station besitzt einen eigenen,großzügig ausgestatteten Eingriffsraum und zusätzlich einen Erstversorgungsraum.
Ein eigenes Endoskopie- und Bronchoskopiesystem wird ebenso vorgehalten wie kontinuierliche und diskontinuierliche Hämodialyseverfahren.

Erstversorgungsraum
Erstversorgungsraum Foto: M. Frisch

Traditionell liegt ein Schwerpunkt auf der Behandlung von Patienten mit ausgedehntem Herzinfarkt und sogenanntem kardiogenem Schock. Hier besteht eine sehr enge Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Herz-, Thorax- und Thorakalen Gefäßchirurgie. Gemeinsam können wir, neben herzchirurgischen und kardiologischen Standardverfahren (z.B. Herzkatheter mit Aufdehnung, Bypass- und Klappenchirurgie), unseren Patienten im Notfall mehrere Herzunterstützungsverfahren anbieten (u.a. Intraaortale Gegenpulsation (IABP), Impella–Systeme, Links-und Rechtsherz-Assistedevices), die bis hin zur Herztransplantation reichen.

Ebenfalls besteht eine sehr enge Kooperation mit der Medizinischen Klinik II unseres Hauses und wir betreuen gemeinsam schwer kranke hämato-onkologische und immunsupprimierte Patienten.

Das erfahrene Ärzte- und Pflegeteam zusammen mit einer entsprechenden technischen Ausstattung hat schon seit langem dazu geführt, dass wir nicht nur Würzburger, sondern Patienten aus ganz Unter- und Mainfranken betreuen. Regionale Krankenhäuser sind aufgrund der zahlenmäßig schlechteren personellen und apparativen Ausstattung auf ihrer Intensivstation häufig kaum in der Lage, schwer Kranke länger als ein paar Tage adäquat zu behandeln. Hier sind wir als intensivmedizinisches Zentrum mit einer hervorragenden Ausstattung und einem äußerst erfahrenen Ärzte- und Pflegeteam gefragt, um diesen Patienten die besten Chancen zu bieten. Wir übernehmen solche Patienten gerne und das wissen unsere zu verlegenden Nachbarkliniken zu schätzen.

Der Schwerpunktleiter besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung für „spezielle internistische Intensivmedizin„ und für „Intensivmedizin“ bei der Bayerischen Landesärztekammer.
Im Sommer 2007 wurde das "Herzinfarktnetz Mainfranken" neu gegründet. Ziel ist die optimale Behandlung von Patienten mit Herzinfarkt. Dazu haben sich medizinische Einrichtungen, Rettungsdienste und Notärzte aus der Region zusammengeschlossen. Die Koordinationszentrale des "Herzinfarktnetz Mainfranken" (Patientenmanagement, Qualitätssicherung, Behandlungsoptimierung) befindet sich an unserer Intensivstation.

Die enge Verbindung der umliegenden Kliniken zu uns wird durch regelmäßige Fortbildungsaktivitäten gefördert. So wurde von uns im Oktober 2004 der „Arbeitskreis Intensivmedizin Mainfranken“ ins Leben gerufen, der sich zweimal jährlich in unserem Hörsaal zu Fortbildungen trifft. Dieser Arbeitskreis soll auch die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken und Disziplinen fördern, es gehören ihm deshalb neben Internisten auch Chirurgen, Anästhesisten und Neurologen aus der Würzburger Umgebung an.
 
Interne Fortbildungen für das ärztliche- und Pflegepersonal der Intensiv- und Überwachungsstation werden etwa einmal im Monat zu wichtigen Themen wie Herzinfarkt, Beatmung, Sepsis (Blutvergiftung), Reanimation und anderen Themen abgehalten, um neue und erfahrene Mitglieder des Teams über den aktuellen medizinischen Stand zu informieren.