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Klinische Massenspektrometrie

Das Universitätsklinikum Würzburg betreibt ab 2015 den Aufbau einer Zentraleinheit Klinische Massenspektrometrie unter dem Dach des Bereichs „Forschung“ des Zentrallabors (Leiter: Prof. Dr. Martin Fassnacht).  In einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Auftrag des Freistaats Bayern vorgenommenen Begutachtung wurde das Konzept des Universitätsklinikums kürzlich befürwortet und die Beschaffung von zwei Hochleistungs-Tandemmassenspektrometern genehmigt.

Ziele

Die Zentraleinheit Klinische Massenspektrometrie hat die Aufgabe, hochentwickelte Laboranalytik für klinische Anwendungen, insbesondere aber zur Beantwortung von Forschungsfragestellungen bereitzustellen. Dafür wird das Verfahren der Flüssigkeitschromatographie/ Tandemmassenspektrometrie (LC-MS/MS) angewandt. Diese ermöglicht eine hoch sensitive und spezifische Quantifizierung von Zielanalyten auch in komplexen Proben, wie z.B. Blutproben.

Eines der Hauptziele ist die Bestimmung von Steroidhormonen und anderen Botenstoffen der Nebenniere, da die Quantifizierung dieser Substanzen mit den bisher gebräuchlichen Verfahren an methodisch bedingten Schwächen leidet. Daneben wird die Bestimmung von Medikamenten und ihren Abbauprodukten in Blutproben eine wesentliche Verbesserung der klinischen Versorgung bewirken.

In der Zukunft wird sich die Zentraleinheit insbesondere an der Auswertung von Biomaterialien wie Blutproben großer klinischer Studienkollektive maßgeblich beteiligen und die quantitative Bestimmung von Stoffwechselprodukten etablieren.

Aufbau und Struktur

Die Zentraleinheit wird gemeinsam von Zentrallabor (Leiter: Dr. Udo Steigerwald) und dem Schwerpunkt Endokrinologie der Medizinischen Klinik I betrieben und steht allen Einrichtungen des Universitätsklinikums zur Verfügung. Die Projekte werden über die Laborkommission koordiniert, verantwortlich für den Betrieb sind ein Arzt und ein Naturwissenschaftler.