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Sunitinib in der Behandlung des malignen Phäochromozytoms

Eine vielversprechende Therapieoption, die in klinischen Studien geprüft wird, ist die anti-angiogenetische Therapie mit dem Multityrosinkinase-Inhibitor Sunitinib.  

In den letzten Jahren wurden einzelne Fälle von Patienten mit malignen Phäochromozytom publiziert, die eine partielle Remission nach Einnahme von Sunitinib erreichten.  

Im November 2012 wurde eine retrospektive Studie von Patienten mit progressiven, metastasierten, malignen Phäochromozytom veröffentlicht, die mit Sunitinib behandelt wurden. 8 von den 17 Patienten unter Sunitinib zeigten einen klinischen Nutzen (3 davon eine partielle Remission und 5 davon eine Stabilisierung der Erkrankung von mindestens 6 Monaten). Des weiteren wurde bei 6 von 14 Patienten unter Sunitinib mit arterieller Hypertonie eine Blutdruck-Normalisierung erreicht (2 davon konnten die antihypertensive Therapie absetzen). 

Anfang 2013 hat in Deutschland (in mehreren Zentren einschließlich Würzburg) eine Phase II Studie bei Patienten mit metastasierten malignen Phäochromozytom zur Untersuchung der Effizienz einer Sunitinib-Therapie begonnen (FIRST-MAPPP Studie).